ASKA

Original ASKA 406 Kipphebelfüller
Original ASKA 406 Kipphebelfüller

„Die Füllfederhalter-Fabrik «Aska» taucht erstmals 1922 im D-Konstanzer Adressbuch auf. Inhaber war der jüdische Fabrikant Adolf Sinn, aus D-Göppingen. Die Fabrik in Konstanz befand sich in den ersten Jahren in der Schneckenburgstr. 12.

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein frühes Inserat aus der Berliner Illustrierte Zeitung von 1924 . Das Logo bestand aus einem Segelschiff.

 

 

 

 

Hier zwei sehr frühe Modelle. Die beiden

Schätzchen sind nur etwa 8.5 cm lang.

Es handelt sich um Sicherheitsfüller.

 

 

 

 

Hier die Vergrösserung mit dem Imprint ASKA 935

Original ASKA Druckknopf-Füller
Original ASKA Druckknopf-Füller

Am 20. November 1924 errichtete die Füllhalterfabrik Aska Adolf Sinn & Co, Aktiengesellschaft aus D-Konstanz in CH-Kreuzlingen eine Zweitniederlassung. Diese Firmenbezeichnung wird 1932 gelöscht. Ab sofort firmiert sie unter dem Namen „Adolf Sinn“ und beschreibt ihren Zweck mit der Fabrikation von Füllhaltern und Füllstiften „ASKA“, sowie Vertretungen von Artikeln der Schreibwarenbranche. Standort in Kreuzlingen war die Nationalstrasse 20. 1935 wird der Name noch einmal geändert auf Adolf Sinn, «Aska».

Am 11. Oktober 1935 werden die Marken ASKA und PAX eingetragen. 

Drei ASKA National Modelle mit der Armbrust, allesamt Druckknopffüller
Drei ASKA National Modelle mit der Armbrust, allesamt Druckknopffüller
1934 Inserat der Papeterie Clostermeyer Zürich
1934 Inserat der Papeterie Clostermeyer Zürich
Zwei PAX Modelle, Kolbenfüller
Zwei PAX Modelle, Kolbenfüller
Inserat aus der NZZ von 1940
Inserat aus der NZZ von 1940

Ebenfalls 1935 wird Adolf Sinn Schweizer Bürger und der Firmensitz in eine Villa an der Hauptstrasse 24 in Kreuzlingen verlegt. In der Villa war das Büro, wo „Madame Sinn“ die Kundschaft empfing. Im Obergeschoss haben die Sinns gewohnt. 

Ein Foto der Villa um 2000 herum
Ein Foto der Villa um 2000 herum

Im Hinterhaus war die Produktion und Reparatur. Die Fabrik war zweistöckig. Oben war die Montage wo mehrheitlich Frauen angestellt waren. Im EG befanden sich sieben Drehbänke, die Poliermaschinen und die Station für das Zusammensetzen von Bleistiften. Im Keller war die Transmission für die Drehbänke installiert. Im Schopf wurde (leicht entzündliche) Zelluloidstäbe für die Füllfederhalter gelagert.

Situationsplan um 1943
Situationsplan um 1943

Die Federn, Tintenleiter und Zierringe werden hauptsächlich aus Deutschland importiert. Es wurden frühere Federn von Peter Rupp aus Heidelberg und später auch von Degussa auf den Federhaltern gefunden.

Hier ein erstes Modell, welches nachträglich "geprintet" wurde.
Hier ein erstes Modell, welches nachträglich "geprintet" wurde.
Aska-Federn mit Original-Imprint
Aska-Federn mit Original-Imprint

1943 Beschäftigte Sinn etwa 10 Mitarbeiter und bildete auch Federhalter-Dreher aus Der Monatslohn für einen Lehrling im ersten Lehrjahr betrug Fr. 20.— pro Monat. Im 4. Lehrjahr waren es dann schon Fr. 80.— im Monat.

Klassischer Kolbenfüller der bei ASKA in unterschiedlichen Grössen hergestellt wurde
Klassischer Kolbenfüller der bei ASKA in unterschiedlichen Grössen hergestellt wurde

1944 wandelt Sinn die Firma in eine Kollektivgesellschaft um. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Roger Braunschweig bildet er die Firma Adolf Sinn & Cie. «Aska», in Kreuzlingen, Fabrik für Füllhalter und Füllstifte.

Füllstift von ASKA oder wie wir sagen ein Drehbleistift
Füllstift von ASKA oder wie wir sagen ein Drehbleistift

Vor 1950 liefen die Geschäfte gut. Als allerdings die Grenzen als wie mehr geöffnet wurde und anschliessend der Kugelschreiber auf den Markt kam, ging es langsam abwärts.

Modell 61 von 1947
Modell 61 von 1947

1962 verstirbt Roger Braunschweig, an seine Stelle im Verwaltungsrat tritt seine Witwer und Tochter von Adolf Sinn, Anita Braunschweig-Sinn. Adolf Sinn selber verstirbt am 18.3.1966, an seine Stelle tritt seine Witwe Tilly Sinn.

1969 wird die Firma aufgelöst und 2011 die Villa Sinn abgebrochen. Die Spuren verlieren sich…